
Allergischer Schnupfen
Rhinitis gezielt behandeln
Die Bedeutung der allergischen Rhinitis („allergischer Schnupfen“) für das Asthma bronchiale wird immer noch massiv unterschätzt: In einer niederländischen Studie hatten von 200 Kindern mit Asthma bronchiale 70,7 Prozent eine allergische Rhinitis. 45 Prozent davon waren nicht als Erkrankung diagnostiziert, 39 Prozent erhielten keine entsprechende Medikation.
Als primäre Therapie bei schweren oder persistierenden Symptomen empfahl Prof. Paul Brand, Zwolle, Niederlande, intranasale Steroide („Kortison“). Als zweiter Schritt sollten nicht sedierende Antihistaminika zusätzlich eingesetzt werden. Weitere Optionen sind laut Brand der Wechsel des Steroids oder höhere Steroiddosen sowie die zusätzliche Gabe von Montelukast.
Für den Effekt einer Immuntherapie bei Kindern mit gleichzeitiger allergischer Rhinitis und Asthma bronchiale liegen bislang keine Studien vor. Die Wirksamkeit einer sublingualen Immuntherapie („eine Art Schluckimpfung gegen Substanzen, die eine Allergie verursachen“) bei Kindern mit Rhinitis ist in zwei aktuellen Untersuchungen nachgewiesen (Bufe et al., Wahn et al. J Allergy Clin Immunol 2009).






