
Gewicht reduzieren
Übergewicht bei Kindern könnte Allergie-Risiko erhöhen
Immer mehr Kinder haben Allergien und immer mehr Kinder sind übergewichtig. Nach einer aktuellen Studie aus den USA ist das womöglich kein Zufall: Die Forscher finden einen Zusammenhang zwischen den beiden Volksleiden.
Übergewichtige Kinder und Jugendliche haben nach der US-Studie mit einer 26-prozentig höheren Wahrscheinlichkeit eine Überempfindlichkeit gegenüber Allergenen als normalgewichtige. Das gilt insbesondere für Nahrungsmittelallergene und weist auf ein erhöhtes Allergie-Risiko hin. Für die Studie sind Daten von 4.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von zwei bis 19 Jahren inklusive Angaben zu Allergien und Asthma analysiert worden. Die Studienärzte untersuchten unter anderem die Blutspiegel von spezifischen Antikörpern, die gegen Innenraum-, Umwelt- und Nahrungsmittelallergene gerichtet und bei entsprechender Überempfindlichkeit erhöht sind. Zu weiteren Faktoren, die zum Teil mit Hilfe eines Fragebogens erfasst wurden, gehörten das Körpergewicht und die Diagnose von Heuschnupfen, Neurodermitis und/oder einer Allergie.
Die Forscher fanden bei Kindern, die übergewichtig oder sogar adipös waren, höhere Antikörperspiegel als bei normalgewichtigen Kindern. Das erhöhte Signal scheint vor allem von Antikörpern gegen Nahrungsmittelallergene zu stammen. Hier war die Rate bei adipösen Kindern um 59 Prozent höher als bei normalgewichtigen, wie Studienautorin Dr. Stephanie London erklärte, die am National Institute of Environmental Health Sciences in North Carolina, USA, forscht. Da bislang noch unklar ist, ob das Übergewicht selbst oder assoziierte Faktoren zum erhöhten Allergie-Risiko beitragen, halten die Wissenschaftler weitere Untersuchungen für notwendig. Dennoch schließen sie aus ihrer Studie, dass eine bessere Kontrolle des Gewichts in jungen Jahren zu einer Abnahme der Allergie-Häufigkeit in diesem Alter führen könnte.






