
Ergänzende Akupunktur
Heuschnupfen: Kosteneffektive Besserung der Lebensqualität
Bis zu 19 Prozent der Menschen mit Heuschnupfen versuchen, mit Hilfe der Akupunktur ihre Symptome zu lindern. Forscher der Berliner Charité untersuchten die Wirksamkeit und Kosteneffektivität der Methode.
In der Studie von Dr. Claudia M. Witt und Kollegen war die Lebensqualität bei 487 Teilnehmern mit Heuschnupfen, die zusätzlich zur Standardtherapie innerhalb von drei Monaten durchschnittlich an zehn Akupunktursitzungen teilgenommen hatten, signifikant höher als bei 494 Teilnehmern, die auf die chinesische Heilmethode verzichteten - dies galt vor allem für Frauen. Zugleich fielen allerdings auch die Gesamtkosten für die Therapie signifikant höher aus: Sie beliefen sich mit Akupunktur auf durchschnittlich etwa 763 und ohne auf 332 Euro.
Um die Kosteneffektivität der Akupunktur zu überprüfen, ermittelten die Berliner Forscher das sogenannte "inkrementelle Kosteneffektivitätsverhältnis" pro "qualitätskorrigiertem Lebensjahr". Dies erlaubt ihnen abzuschätzen, wie viel es kostet, bei einem Heuschnupfen-Patienten mit Hilfe der ergänzenden Akupunktur ein zusätzliches Jahr mit guter Lebensqualität zu gewinnen. Der Betrag belief sich auf durchschnittlich 17.377 Euro. Da im internationalen Vergleich ein Wert von bis zu 50.000 Euro für eine Therapie als kosteneffektiv gilt, gehen Witt und Kollegen davon aus, dass sich die Kosten, die bei Heuschnupfen für eine ergänzende Akupunktur aufgebracht werden müssen, aufgrund der verbesserten Lebensqualität lohnen. Wie sie einschränkend hinzufügen, bleibt allerdings unklar, ob es sich bei der Akupunktur tatsächlich um spezifische Therapieeffekte handelt.






