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Heuschnupfen

Fast jeder Vierte hat eine allergische Rhinitis

Mit allergischer Rhinitis kann man Frühling und Sommer nur bedingt genießen. Spaziergänge und Picknick sind in der Saison tabu. Beim allergischen Dauerschnupfen liegen die Beschwerden sogar ganzjährig vor.

Die Häufigkeit von Heuschnupfen, von Medizinern auch allergische Rhinitis genannt, ist bei Erwachsenen in Deutschland in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Experten gehen davon aus, dass sich die Werte seit den 60er-Jahren jeweils alle zehn Jahre mehr als verdoppelt haben. In bestimmten städtischen Ballungsgebieten sind mittlerweile bereits bis zu 25 Prozent der Menschen betroffen.

Die allergische Rhinitis gehört damit zu den häufigsten allergischen Erkrankungen der Atemwege. Laut jüngsten Untersuchungen ist inzwischen fast jeder vierte Schulanfänger hieran erkrankt. Bei etwa 80 Prozent der Betroffenen macht sich die Überempfindlichkeit bereits vor dem 30. Lebensjahr bemerkbar, doch seit einiger Zeit nimmt auch die Zahl der Patienten zu, die erst jenseits des 50. Lebensjahres mit ersten Symptomen konfrontiert werden. Das besonders tückische: Wer an Heuschnupfen leidet, trägt zugleich ein erhöhtes Risiko für andere Allergien - etwa Neurodermitis.

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Ursachen

Bei der allergischen Rhinitis unterscheidet man zwischen zwei Verläufen. Bei der saisonalen allergischen Rhinitis, dem "klassischen" Heuschnupfen (Pollinosis), handelt es sich um eine an bestimmte Jahreszeiten gebundene allergische Reaktion aus der Gruppe der Soforttyp-Allergien (Typ-I-Reaktion). Auslöser sind die Pollen von Gräsern, Blüten oder Bäumen. Besonders massiv wirkt sich der Pollenflug im Mai und Juni auf Betroffene aus.

Etliche Allergiker zeigen jedoch bereits im zeitigen Frühjahr die für Heuschnupfen typischen Symptome. Als besonders aggressiv gelten die Baumpollen von Birke, Erle, Esche und Hasel. Andere Menschen hingegen reagieren auf Gräserpollen überempfindlich, die im Spätsommer bis in den Herbst hinein auftreten. Zudem warnt die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, dass die Pollenflugsaison durch den Klimawandeln immer länger wird. Da die Pollenbelastung mit der Wetterlage schwankt, ist es für Betroffene hilfreich, sich mithilfe eines Pollenflugkalenders über die aktuelle Allergen-Konzentration zu informieren.

Ein Heuschnupfen, der alljährlich um die gleiche Zeit auftritt, ist lästig genug. Noch größer ist die Beeinträchtigung jedoch, wenn die allergische Rhinitis das ganze Jahr über besteht. Beim allergischen Dauerschnupfen sorgen bereits kleinste Mengen der jeweiligen Allergene für Beschwerden, die in diesem Fall meist auf den Kontakt mit Tierhaut und -haaren, Hausstaubmilben oder Schimmelsporen zurückzuführen sind. Oft verstärken sich die Symptome während der Pollensaison.

Symptome

Auf Heuschnupfen deuten verschiedene Symptome hin, die einzeln oder zusammen in unterschiedlicher Intensität auftreten können. Hierzu zählen:

  • wässriger Schnupfen
  • juckende Nase, Niesattacken
  • gerötete, tränende und juckende Augen (allergische Konjunktivitis)
  • Müdigkeit
  • Druckgefühl in Kopf und Nebenhöhlen
  • Juckreiz im Rachen und in den Gehörgängen
  • Husten

Vorsicht vor dem Etagenwechsel

Bei der allergischen Rhinitis ist Husten oft das erste Anzeichen für einen sogenannten "Etagenwechsel" der allergischen Beschwerden von den oberen hin zu den unteren Atemwegen - also von der Nase zu den Bronchien. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen kann diese Entwicklung, vor allem bei unzureichender Behandlung der allergischen Rhinitis, zum Entstehen von Asthma bronchiale führen. Ein weiteres Risiko einer suboptimalen Therapie besteht darin, dass sich bereits bestehende Hauterkrankungen - wie Neurodermitis - verschlimmern können. Die Verwendung von kortisonhaltigen Nasensprays bietet bei allergischem Schnupfen eine effektive, sichere und einfach zu handhabende Therapiemöglichkeit, um die allergischen Beschwerden zu lindern, die zu Grunde liegende Entzündung zu kontrollieren und einen Etagenwechsel des Heuschnupfens zu verhindern.


Quelle: Nach Informationen von:"Allergien", Stiftung Warentest, Berlin, 20078. Europäisches Pollensymposium der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, März 2008, Bad Lippspringehttp://www.allergiepraevention.deHeuschnupfen im Februar: Viele Hamburger leiden, http://www.abendblatt.de
Autor: TW
Stand: Oct 30, 2008


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