
Hausstaubmilbenallergie
Tipps für einen reizfreien Alltag
Wer gegen Hausstaubmilben allergisch ist, hat im Winter besonders häufig mit allergischen Reaktionen zu kämpfen. Doch für Linderung lässt sich sorgen.
Wenn es draußen so richtig kalt ist, machen wir es uns bei wohligen Temperaturen im heimischen Wohnzimmer gemütlich. Doch wir sind nicht allein: Auch Hausstaubmilben lieben es warm und feucht und so ein gut isolierter, schlecht gelüfteter, warmer Raum bietet den kleinen Spinnentierchen optimale Lebensbedingungen. Sie vermehren sich fleißig und sorgen durch ihre Ausscheidungen für unangenehme Begleiterscheinungen.
Je höher die Konzentration der Allergene in der Wohnung ist, desto stärker haben Allergiker mit Beschwerden wie einer tropfenden Nase, Husten und Niesen, Atemnot und juckender Haut zu tun. Vor allem in der Heizperiode treten laut Einschätzung des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) allergische Reaktionen auf Hausstaubmilben gehäuft auf.
Hausstaubmilben ernähren sich überwiegend von menschlichen Hautschuppen und Haaren, die sich allnächtlich in den Betten ansammeln. Schon von einer relativ geringen Menge an Hautschuppen können Tausende von Milben leben. Doch der Mensch sorgt nicht nur für die Ernährung der Plagegeister. Im Schlaf verlieren wir bis zu 300 Milliliter Feuchtigkeit, die ihrerseits für ein milbenfreundliches Klima sorgt.
Daher sollte die Bettwäsche wöchentlich bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Ideal sind Waschmaschinen, bei denen die hohen Waschtemperaturen über eine Stunde gehalten werden, da die Milben auch bei hohen Temperaturen eine Zeit lang überleben können. Auch Matratzen, Kopfkissen und Bettdecken sollten regelmäßig gereinigt werden.
Menschen mit Allergien der Atemwege, z.B. Asthmatiker, sollten darauf achten, beim nächsten Großputz den allergenhaltigen Staub nicht aufzuwirbeln, weil dieser sonst eingeatmet werden und beispielsweise einen Asthmaanfall auslösen kann. Auch Haushalts-Staubsauger ohne besondere Ausstattung sind in diesem Fall für die Reinigung ungeeignet, da sie die angesaugte Luft samt Allergenen wieder in die Raumluft abgeben. Für die Staubentsorgung eignen sich Staubsauger mit dichtem Staubbeutel und speziellen HEPA-Abluftfiltern mit Aktivkohleschicht.






