
Allergie im Alltag
Häufiger Schwimmbadbesuch kann Heuschnupfen auslösen
Kinder, die regelmäßig in Schwimmbädern schwimmen, neigen stärker zu Heuschnupfen als Kinder, die nur in natürlichen Gewässern plantschen. Denn hohe Chlorkonzentrationen in Badeanstalten können zur Überempfindlichkeit der Atemwege führen, was letztlich die Ausbildung der Heuschnupfen- oder Asthmabeschwerden fördert.
Deutsche Wissenschaftler des Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit aus Neuherberg befragten kürzlich 2600 Erwachsene zu ihrer Gesundheit und der Häufigkeit ihrer Schwimmbadbesuche. Personen, die in der Schulzeit zwischen drei und elf Mal jährlich die Schwimmhalle besuchten, hatten ein 74% höheres Risiko, im Erwachsenenalter eine Heuschnupfenerkrankung zu entwickeln als gleichaltrige Nichtschwimmer.
Auch Erwachsene, die sich mehr als ein Mal pro Woche im chlorhaltigen Nass betätigen, können noch an Heuschnupfen erkranken. Ihr Risiko ist 32% höher im Vergleich zu Badeunlustigen. Die Autoren um Dr. Kohlhammer betonen, dass es ganz offensichtlich eine Dosis-Wirkungsbeziehung gebe, d.h. je häufiger der Kontakt zum auslösenden Stoff besteht, desto wahrscheinlicher ist die Erkrankung.
Heuschnupfen ist eine Erkrankung, die durch viele Aspekte beeinflusst wird wie z.B. Änderungen im Lebenstil, Umweltfaktoren, der Kontakt zu Allergenen und das Immunsystem des Patienten selbst", sagen die Forscher. Auch wenn chloriertes Wasser nicht als alleiniger Auslöser gelten kann, so kann es doch eine weitere Erklärung dieser multifaktoriellen Krankheit sein.






