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Wenn der Schmerz zum ständigen Begleiter wird

Mit Traditioneller Chinesischer Medizin gegen Schmerzen

Es brennt und pocht, es sticht und kribbelt. Und das Minute für Minute, Tag für Tag und Jahr für Jahr: Acht Millionen Menschen haben Schmerzen. Einen Weg der Therapie bietet die Behandlung mit Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM).

Doch wie behandelt man einen Schmerz, den nur die Betroffenen spüren und dessen Ursachen für den Arzt oft nicht erkennbar sind? Schmerzmittel – ein Ausweg? "Nein, der Schlüssel zur Heilung des chronischen Schmerzes liegt fernab von Medikamenten mit Suchtpotenzial und Standardtherapien", weiß Dr. Christian Schmincke, ärztlicher Leiter der Klinik am Steigerwald in Gerolzhofen.

Akute Schmerzen liefern wichtige Botschaften: Sie warnen, schützen und veranlassen Betroffene nicht selten zu Verhaltensänderungen. Für die Schulmedizin verliert der chronische Schmerz diesen Signalcharakter. Daher werden chronische Schmerzen mit Medikamenten unterdrückt.



Für die chinesische Medizin hingegen behält auch der chronische Schmerz seinen diagnostischen Hinweis. Betäuben hieße, wichtige diagnostische Hilfen zu vernichten und eine kausale Therapie zu verhindern. Zweifellos, es gibt Situationen, zum Beispiel bei Tumorerkrankungen, in denen starke Mittel erforderlich sind. Patienten mit Migräne, Polyneuropathie oder Morbus Crohn jedoch profitieren nicht von einer langfristigen Schmerzmittelgabe. Außerdem behindern antientzündlich wirkende Schmerzmittel auf Dauer die therapeutisch notwendige Reinigung des Körpers, erklärt Chefarzt Dr. Schmincke, was zur Ansammlung von so genannten Altlasten führt und die Krankheit vertieft. "In die Klinik am Steigerwald kommen vor allem Schmerzpatienten, die einen langen Leidensweg hinter sich haben und häufig schulmedizinisch austherapiert sind", erklärt Dr. Schmincke.

Im Vordergrund der Traditionellen Chinesischen Medizin steht eine ganzheitliche Diagnostik. Ergänzend zur schulmedizinischen Betrachtung werden chinesische Verfahren wie Puls- und Zungendiagnostik zur Therapiebestimmung einbezogen. Neben der umfassenden Einsicht in die individuelle Krankheitsgeschichte interessiert den chinesischen Arzt, wie der Schmerz beschaffen ist, ob er z.B. tief oder oberflächlich liegt, stumpf oder stechend, den Ort wechselnd oder manifest ist, des Weiteren wie er sich im Tagesverlauf wandelt, bei Kälte oder Hitze verhält und wie sich die Symptomatik etwa mit den Jahreszeiten ändert. Auch kaum noch erinnerte, in der Kindheit erfahrene Infektverläufe sind hier für die Therapie von Bedeutung.

Chinesische Arzneitherapie als Kern-Säule der TCM

Die wichtigste Säule der Traditionellen Chinesischen Medizin bildet die Arzneitherapie. Chinesische Arzneimittel sind hoch wirksam und dürfen nur von erfahrenen Experten zusammengestellt werden. Diese erstellen nach den diagnostischen Kriterien eine Rezeptur für den Patienten. Die Substanzen werden als Sud abgekocht und als so genanntes Dekokt in kleinen Schlucken über den ganzen Tag verteilt getrunken. "Mit der chinesischen Arzneitherapie können alte Krankheiten bewältigt werden. Wir sprechen davon, dass eine Krankheit in die Tiefe absinkt. Nun gilt es, sie von dort wieder an die Oberfläche zu bringen", erläutert Dr. Schmincke. Die Patienten der Klinik erhalten, je nach Beschwerden, eine individuelle Zusammensetzung der Heilpflanzen, die bei Bedarf auch täglich angepasst wird. Um den Therapieerfolg zu unterstützen, werden flankierend Akupunktur, Qi Gong, Tuina-Massagen und Ernährungstherapie eingesetzt.

Erfolg, der für sich spricht

Die Klinik am Steigerwald erzielt durch den ganzheitlichen Behandlungsansatz große Erfolge im Kampf gegen den Schmerz: Über 70 Prozent der Patienten können auf starke Medikamente verzichten und zum normalen Leben zurückkehren. "Mit diesem Konzept können wir die leidvolle Krankheit erfolgreich lindern oder sogar ausheilen", ergänzt Dr. Schmincke.

Maßgeblich für den Behandlungserfolg ist außerdem ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis. "Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Für 35 Patienten sind rund 15 therapeutische Mitarbeiter rund um die Uhr da und der Patient wird aktiv in die gesamte Behandlung eingebunden", erläutert Dr. Schmincke. Deshalb betreut ein Arzt maximal acht Patienten gleichzeitig. Die Bedeutung des Arzt-Patienten-Teamworks wird durch eine aktuelle Studie der Universität Heidelberg nachgewiesen. Im Anschluss an den Klinikaufenthalt kann die Therapie bei einem der 120 niedergelas-senen Therapeuten fortgeführt werden, die nach gleichem Prinzip wie die Klinik am Steigerwald behandeln.


Quelle: Nach Informationen der Medical Consulting Group
Autor: Springer Medizin
Stand: Aug 28, 2009


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