
Auslöser von Spannungskopfschmerzen
Wenn der Stress zu Kopf steigt
Der Spannungskopfschmerz wird oft mit Stress in Verbindung gebracht. Natürlich spielen als Auslöser auch körperliche Beschwerden im Sinne von Muskelverspannungen oder Verschleißerscheinungen in der Halswirbelsäule eine Rolle, die ihrerseits auch als stressende Faktoren angesehen werden können.
Stress ist insgesamt eine Reaktion des Menschen auf eine belastende Lebensweise. Wichtig ist dabei nicht die Belastung selbst, sondern die Art, wie der Betroffene damit umgeht. Menschen, die im Laufe ihres Lebens keine ausreichenden Strategien im Umgang mit Stress erlernt haben, neigen dazu, mit körperlichen Beschwerden zu reagieren, besonders, wenn erschwerend noch unbeeinflussbare Faktoren wie Wetterfühligkeit hinzukommen. Prinzipiell kann man folgende belastende Lebensereignisse unterscheiden:
- Familiäre oder berufliche Konflikte
- Monotonie am Arbeitsplatz
- Wohnortwechsel
- Existenzielle Sorgen
- Gesetzesübertretungen
- Krankheit
- Pensionierung
- Prüfung
Chronischer Stress und mangelnde Stressbewältigungsstrategien können zu einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen führen, die wiederum eine Verkrampfung bestimmter Muskelbereiche im Nacken und in der Stirn bewirken. Allerdings erbrachten Untersuchungen bei Spannungskopfschmerzpatienten nicht generell hohe Anspannungen in den verschiedenen Muskeln, so dass die ganzen Zusammenhänge sicherlich noch etwas komplexer und komplizierter sind.
Die individuelle Schmerzempfindlichkeit kann sehr variieren. So kann eine größere Sensibilität "erlernt" werden, wenn man ständig durch die Beschwerden Vorteile erlangt (z. B. höhere Aufmerksamkeit der Umwelt). Auch die häufige Einnahme von Schmerzmitteln kann die Schmerzempfindlichkeit steigern denn nichts ist für einen Menschen belohnender als das Abschalten eines starken Schmerzes. Auch die ständige Beschäftigung mit den Beschwerden kann einen akuten zu einem Problemschmerz machen.



