
Ursachen des Spannungskopfschmerzes
Die zugrunde liegenden körperlichen Faktoren
Die genauen Abläufe, wie es zum Spannungskopfschmerz kommt, sind bis heute noch nicht vollständig geklärt. Viele Untersuchungen weisen darauf hin, dass Störungen des körpereigenen Schmerzabwehrsystems, die durch innere und äußere Faktoren verursacht sein können, eine bedeutende Rolle spielen.
Normalerweise reagiert ein Mensch auf anhaltenden Stress mit einer Verengung der Blutgefäße. Beim Spannungskopfschmerz liegt jedoch eine gegenteilige Reaktion vor, nämlich die Erweiterung der Gefäße im Gehirn. Hervorgerufen wird diese paradoxe Situation vermutlich dadurch, dass ein bestimmter Botenstoff im Gehirn (= Serotonin) aufgrund einer Fehlregulation plötzlich stark verbraucht wird. Dadurch geraten die schützenden Schmerzfilter im zentralen Nervensystem aus dem Gleichgewicht und lassen viele Signale aus dem Körper unkontrolliert ins Gehirn gelangen. Verspannte Muskeln aktivieren beispielsweise ständig Schmerzrezeptoren, bei ausreichendem Serotoninvorrat werden diese jedoch einfach "weggefiltert" und somit nicht wahrgenommen.
Durch Ruhe und Entspannung können sich die geleerten Speicher normalerweise wieder füllen und die Schmerzen verschwinden. Bei chronischem Spannungskopfschmerz ist das wahrscheinlich nicht möglich, der Serotoninmangel wird zum Dauerzustand. Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben, z.B.:
- Körperlicher und psychischer Stress
- Angst
- Wettereinflüsse
- Funktionsstörungen im Kiefergelenk oder in der Halswirbelsäule
Muskelverspannungen haben einen ständig zu hohen Serotoninverbrauch zur Folge. Gerade bei den Muskelverspannungen kommt es aufgrund der entstehenden Kopfschmerzen zu einer weiteren Verschlimmerung, sodass sich ein richtiger Teufelskreis aufbauen kann, der oft zu chronischen Beschwerden führt.



