
Was sind Spannungskopfschmerzen?
Informationen rund um das Leiden
Kopfschmerzen durch Stress, psychische oder körperliche Beschwerden oder äußere Ursachen wie Wettereinflüsse fasst man unter dem Oberbegriff Spannungskopfschmerz zusammen.
Spannungskopfschmerzen sind neben der Migräne die wohl häufigste Kopfschmerzform. Sie können sowohl psychische (Stress, Angst, Überforderung) als auch körperliche (z. B. Muskelverspannung im Nackenbereich, Wirbelsäulenschäden) Ursachen haben oder auch durch Wettereinflüsse (z.B. Föhn) bedingt sein. Charakteristisch sind beidseitige, diffuse, dumpf-drückende Kopfschmerzen ("als ob ein Ring um den Kopf läge"), die Schmerzstärke ist eher mittelgradig. Die Patienten sind allgemein beeinträchtigt, benommen, unkonzentriert und leistungsunfähig. Vegetative Symptome wie Übelkeit fehlen. Der Schmerz wird oft durch Belastung ausgelöst und erfährt im Laufe des Tages eine Besserung.
Rund ein Drittel der Bevölkerung leidet mehr oder weniger häufig darunter, im Schnitt an ein bis zwei Tagen im Monat. Zum Ausbruch kommt es vorwiegend zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr, allerdings gehen oft schon Jahre mit weniger lästigen Beschwerden vorausgehen. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.
Wichtig ist, den Kreislauf aus Stress, Verspannung und Kopfschmerzen möglichst früh zu durchbrechen (z.B. durch Entspannung und bessere Stressbewältigung), sonst können die häufig beanspruchten Nervenzellen, die den Schmerzreiz produzieren, mit der Zeit überempfindlich werden und selbst auf geringfügige Reize reagieren. Darüber hinaus werden schmerzregulierende Botenstoffe übermäßig verbraucht, was auf Dauer zu einem Mangel führt. Ein gelegentlicher kann so in einen chronischen Spannungskopfschmerz übergehen.



