Well-Being
Völlegefühl und Blähungen: Akupunktur kann helfen
Die meisten Patienten, die eine internistische Praxis mit unklaren Magen-Darm-Symptomen aufsuchen, sind erfreulicherweise organisch gesund. Dennoch werden sie von Beschwerden geplagt: Sie klagen häufig über Völlegefühl, Schmerzen oberhalb des Nabels, Blähungen und einen ständigen Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung.
Was ergibt die Untersuchung?
Im Ultraschall finden sich oft überbewegliche, stark mit Luft gefüllte Darmschlingen. Untersucht man den Stuhl, stellt man häufig fest, dass der Darm mit krank machenden Bakterien und Pilzen besiedelt ist. Führt der Arzt eine Magen- und Darmspiegelung durch, wird er zwar in der Regel an der Schleimhaut keinerlei Auffälligkeiten bemerken, jedoch zeigen der Magen und die Darmabschnitte häufig spastische (krampfartige) Kontraktionen. Vereinzelt finden sich im Darm Ausstülpungen (Divertikel).
Ursachen von Magen-Darm-Beschwerden
Vor fünf Jahren wurde in vielen Praxen in Deutschland eine Studie (PRESTO) zur Erforschung der Ursachen der funktionellen Magen-Darm-Beschwerden durchgeführt. Für eine Verschlechterung der Beschwerden sind demnach vor allem zwei Faktoren verantwortlich: Stress und Ernährungsfehler.
Welche therapeutischen Möglichkeiten bietet die Schulmedizin?
Zur Verbesserung der Symptome werden in der Schulmedizin entblähende Medikamente, Enzympräparate sowie Medikamente eingesetzt, die die Darmbewegung fördern oder aber hemmen. Richtig befriedigende Ergebnisse werden jedoch durch diese Präparate nicht erzielt.
Welche Alternativen gibt es?
Zahlreiche pflanzliche oder homöopathische Präparate wirken beruhigend und ausgleichend auf den Magen-Darm-Trakt. Außerdem sollten Sie Ihre Ernährung konsequent umstellen. Richten Sie sich in der Wahl Ihrer Nahrungsmittel nach der Lehre der fünf Elemente (siehe Patienten-Akupunkturhefte 3 und 4 /02) und testen Sie gegebenenfalls, welche Nahrungsmittel für Sie unverträglich sind. Viele Patienten leiden unter einer Schwäche der so genannten Milz-Energie (Milz-Qi-Schwäche) und in ihrem Magen-Darm-Trakt wird vermehrt Schleim gebildet. Gönnen Sie sich in diesem Fall bevorzugt wärmende Nahrungsmittel und streichen Sie Schleimbildner (Milch, Zucker, Weizen) zur Linderung Ihrer Beschwerden vor-übergehend von Ihrer Speisekarte. Mit physiologischen Darmbakterien (Lactobazillen, E. coli etc.) können Sie begleitend eine gesunde Darmflora aufbauen.
Akupunktur unterstützt
Akupunktur kann diese Maßnahmen hervorragend unterstützen: Wichtige Akupunkturpunkte zur Stärkung der "Mitte" und der Verdauung können sowohl am Ohr als auch energetisch sehr wirkungsvoll am Körper genadelt werden. Es gibt besondere Akupunkturpunkte zur Schleimausleitung, zur Kräftigung des Magens und des Dickdarms sowie den "Stress- und Ärgerpunkt" und das "Meer der Energie".
Der Autor: Dr. med. Freddy Henne, Referent der Deutschen Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin, München
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Die Patienten-Zeitschrift "Akupunktur" erscheint in Hippokrates Verlag und wird realisiert in Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Aurikulomedizin e.V. Die Zeitschrift ist ausschließlich im Wartezimmer von ausgewählten Akupunktur-Ärzten erhältlich. Fragen Sie Ihren Arzt danach! Im Zeitschriftenhandel und beim Verlag ist die Zeitschrift nicht zu beziehen. Der Abdruck auf LIFELINE erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Hippokrates Verlages.




