Krebs
Studie zur Akupunktur bei Dickdarmkrebs
Die Endphase des Dickdarmkrebs ist häufig geprägt durch Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust und seelische Probleme. Akupunktur könnte einige dieser Beschwerden lindern und somit die Lebensqualität der Betroffenen für die verbleibende Zeit deutlich verbessern. Eine Studie in den USA will dies nun überprüfen.
Der Anteil der Patienten, die im Endstadium eines Dickdarmkrebs ins Krankenhaus eingewiesen werden müssen, um die Symptome angemessen behandeln zu können, ist alarmierend hoch. Daher suchen Experten nach neuen Behandlungsmethoden, mit denen sie die Beschwerden der Betroffenen lindern und deren Lebensqualität bessern können, damit diese ihre letzten Monate ohne Leid zu Hause verbringen können.
Nach Ansicht von Prof. Dr. Ellen M. Redinbaugh, University of Pittsburgh, USA, lässt sich dieses Ziel womöglich mit der Akupunktur erreichen. Der Grund: Für die chinesische Methode konnte bereits in verschiedenen Untersuchungen eine schmerzlindernde Wirkung nachgewiesen werden. Und lassen die Schmerzen nach, bessern sich möglicherweise auch andere Leiden, etwa die seelischen Probleme.
Redinbaugh will den Nutzen der Akupunktur bei 170 Patienten überprüfen, bei denen ein Dickdarmkrebs so weit fortgeschritten ist, dass sich bereits Metastasen gebildet haben. In ihrer 4-jährigen Studie, die von der amerikanischen Gesundheitsbehörde (National Institutes of Health) unterstützt wird, soll eine Gruppe der Teilnehmer akupunktiert werden, die zweite eine Scheinakupunktur erhalten und bei der dritten nur die Standardbehandlung ohne Akupunktur erfolgen.
Dickdarmkrebs ist in Deutschland - ähnlich wie in den USA - nach Lungenkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache. Er beginnt häufig mit der Bildung von gutartigen Polypen im Kolon (Hauptteil des Dickdarms) oder im Rektum (Mast- bzw. Enddarm). Diese Polypen können zu Krebszellen entarten und im Laufe der Zeit auf andere Gewebe übergehen. Wird der Dickdarmkrebs früh erkannt, hat er gute Heilungschancen.
Quelle: Pressemitteilung der University of Pittsburgh Medical Center, März 2003




