Inkontinenz
Die Harninkontinenz mit sanften Mitteln in den Griff bekommen
Der unwillkürliche Harnabgang (Harninkontinenz) stellt für viele Betroffenen ein sehr belastendes Problem dar. In der Behandlung werden jedoch sowohl mit Nadel-Akupunktur als auch mit der Wärmestimulation von Akupunkturpunkten erstaunliche Ergebnisse erzielt.
Kälte und Nässe können auch bei einer ansonsten gesunden Blase funktionelle Störungen hervorrufen. Diese lassen sich jedoch mit Hilfe der Traditionellen Chinesischen Medizin gut in den Griff bekommen. Eine Möglichkeit ist die Wärmestimulation von Akupunkturpunkten, die so genannte Moxibustion. Verwendet wird hierzu Beifußkraut (Artemisia), das beispielsweise zu Kegeln verarbeitet auf die betroffenen Stellen aufgebracht wird. Diese werden entzündet und verbrennen ohne Brandwunden zu hinterlassen. Durch die Wärmebehandlung wird ein bestehendes Energiedefizit ausgeglichen und so die Funktionsstörung beseitigt.
Auch mit Akupunktur werden erstaunlich gute Ergebnisse erzielt - Ziel ist auch hier, das energetische Ungleichgewicht zu beseitigen. Unterschieden werden zwei Schweregrade der Inkontinenz. Bei der Stressinkontinenz (Belastungs-) 1. Grades geht beim Husten, Heben oder Niesen ungewollt Harn ab. "Diese lässt sich sehr gut durch Akupunktur therapieren", wie Dr. Bernd Ramme von der Deutschen Akademie für Akupunktur und Aurikulomedizin e.V. bestätigt. Bei der schwereren Form, der Stressinkontinenz 2. Grades kommt es schon beim Gehen, Bewegen oder bei Lageveränderungen zum unkontrollierten Urinverlust. Mit Akupunktur werden auch hier noch befriedigende Resultate erzielt, vor allem, wenn sie in Kombination zur Physiotherapie eingesetzt wird.
Quelle: 15. Deutscher Kongress der Gesellschaft für Inkontinenzhilfe, Pressekonferenz vom 14. November 2003




