Akupunktur gegen depressive Verstimmung?
Wirksamkeit von Akupunktur und Moxibustion
Die Entfernung der Gebärmutter wird in den entwickelten Gesellschaften aufgrund von Erkrankungen immer häufiger. Statistiken in den USA belegen, dass bereits 47% aller gynäkologischen Operationen Gebärmutterentfernungen sind.
Ein großer Anteil der operierten Frauen klagt nach dem Eingriff über ein mangelndes sexuellen Verlangen und Empfinden, über Depressionen, Angstzuständen und Gewichtszunahme.
Ein großer Anteil der operierten Frauen klagt nach dem Eingriff über ein mangelndes sexuellen Verlangen und Empfinden, über Depressionen, Angstzuständen und Gewichtszunahme.
In Seoul haben Alternativmediziner und Frauenärzte in einer Erststudie nun die relative Wirksamkeit von Akupunktur und Moxibustion, kurz Moxa genannt, getestet. Die Moxibustion ist eine Wärmebehandlung, die reflektorisch über die behandelten Punkte Wärme ins Innere des Körpers leitet. Dazu werden verschiedenen wärmenden Kräutern, wie z.B. Ingwer und Beifuß verwendet. Mit der Moxa-Therapie wird über die Hitzeeinwirkung auf die Akupunkturpunkte das Meridiansystem stimuliert. Dadurch sollen die körpereigenen Energien wieder harmonisch fließen. Die Hauptanwendungsgebiete der Moxa-Therapie sind Schwächezustände nach chronischen Erkrankungen.
Es ging den Forschern neben einer Schmerzsenkung auch um die Verbesserung der Sexualfunktion.
Zehn Frauen zwischen 40 und 64 Jahren waren am Test beteiligt. Eine Testgruppe erhielt an der Hand eine Moxibustion, die andere eine klassische Akupunktur ebenfalls an der Hand. Die Forscher ließen die Frauen anhand einer Schätzskala die jeweiligen Schmerzen charakterisieren und maßen mit Infrarotthermometern die Durchblutung in verschiedenen Körperregionen.
Die Resultate beider Techniken unterschieden sich nicht auffällig voneinander. Während die Schmerzwerte in beiden Gruppen schrittweise zurückgingen, steigerte die Moxibustion v.a. die Durchblutung der inneren Organe, besonders in der Bauchhöhle. Dagegen förderte die klassische Nadelung dieselbe Wirkung eher in äußeren Körperpartien.




