Potenz & Fruchtbarkeit
Impotenz beim Mann - Tabletten oder Nadeln?
Zur Behandlung von Impotenz werden in den letzten Jahren zunehmend Tabletten, die so genannten Phosphodiesterase-5-Hemmer (z.B. Viagra), verschrieben. Diese Mittel sind jedoch nicht frei von Nebenwirkungen und sie helfen auch nicht bei jeder Form der sexuellen Funktionsstörung. Die Akupunktur bietet da ein weiteres Einsatzspektrum.
Probleme mit der Sexualität, die kann man doch jetzt auch mit einer Tablette beseitigen, oder doch nicht? Die Werbung suggeriert einen umfassenden Erfolg der kleinen Pillen gegen Potenzprobleme. Doch nicht alle Patienten profitieren von der medikamentösen Behandlung und viele fürchten auch die Nebenwirkungen. Auch hier bietet die Akupunktur eine ganzheitlichen Therapieansatz.
Die Ursachen sind vielfältig
Die Ursachen, die zu einer so genannten erektilen Dysfunktion (ED) bei Männern führen, sind sehr unterschiedlich. Anatomische Abnormalitäten, Verletzungen, Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes mellitus), Alkoholmissbrauch oder bestimmte Medikamente kommen als Auslöser einer ED in Frage. Ein weiterer wichtiger Auslöser ist die Psyche, denn das wichtigste Organ für ein erfülltes Sexualleben liegt nicht zwischen den Beinen, sondern zwischen den Ohren. Und auch mit zunehmendem Alter lässt die Potenz nach.
Akupunktur bei Potenzproblemen - in China schon lange praktiziert
Auch die Herrschenden in China kannten Potenzprobleme. In der Geschichte des Landes, aus dem die Akupunktur stammt, hat sich die Polygamie lange gehalten. Ein Mann konnte bis zu 3.000 Frauen haben. Kein Wunder also, dass dort auch Methoden zur Behandlung von Potenzproblemen entwickelt wurden, beispielsweise mit Akupunktur. Während des 16. und 17. Jahrhunderts wurden ganze Abhandlungen zu dem Thema verfasst. Die Autoren waren Taoisten, die zur Behandlung Akupunktur und Moxibustion (Wärmestimulation von Akupunkturpunkten) vorschlugen.
Eine breite Palette an Akupunkturpunkten steht zur Auswahl
Seit dieser Zeit wurde eine ganze Palette an Akupunktur-Punkten identifiziert, die bei Problemen wie Verlust der Libido, vorzeitige Ejakulation, Orgasmusprobleme oder erektiler Dysfunktion helfen können. Eine Stimulation der unterschiedlichen Punkte beeinflusst beispielsweise die Durchblutung, Hormonausschüttung oder das Nervensystem.
Bislang wird Akupunktur zur Behandlung von Impotenz noch nicht häufig eingesetzt. Die Effizienz dieser Methode muss sich zunächst noch in klinischen Studien bestätigen, damit eine breitere Öffentlichkeit auf diese alternative Therapieoption aufmerksam wird.




