Wirksamkeit
Treffpunkt: Akupunktur und Zellforschung
Komplementärmedizin und Zellforschung sind keine Gegensätze. Ein italienischer Wissenschaftler sieht sogar ganz neue Möglichkeiten, wenn die Wirkungen der Akupunktur noch gezielter genutzt werden könnten. Doch dazu ist es notwendig, die zellulären Prozesse besser zu verstehen.
Die Komplementär- und Alternativmedizin (CAM) bietet vielfältige ganzheitliche Therapieansätze. Einer von ihnen, die Akupunktur, ragt daraus noch hervor, da sie mit äußerst feinen Magnetfeldern arbeitet.
Inzwischen weiß man, dass Akupunkturnadeln das Ablesen verschiedener Endorphingene verändern und auch auf die Herstellung von Eiweißen einwirken können. So wurden in Laborversuchen in Stammzellen kaum wahrnehmbare Magnetfelder mit extrem niedrigen Frequenzen gemessen, die offenbar der Steuerung von Wachstum und Entwicklung bestimmter Zelltypen dienen.
Im Experiment könnten Magnetfelder so für die gezielte Gewebeausbildung eingesetzt werden.
Der Stammzellforscher Carlos Ventura, der an der ehrwürdigen Universität von Bologna forscht, spricht von ganz neuen Wegen, ja, einer neuen Ära für die Zellforschung, wenn diese mit dem Wissen und den entsprechenden Techniken ausgerüstet sei.
Wundheilung, Narbengewebe und jede Art von Wachstum ließen sich so steuern. Auch Antitumoreffekte könnten zielgerichtet beeinflusst werden.
Ventura hält die Reaktionen, die von CAM-Techniken auf zellulärer Ebene ausgelöst werden können, für sehr viel weitreichender, als es die Fachwelt bislang getan hat. In einem vor kurzem erschienenen Abriss geht der Forscher auf einige interessante Einzelheiten ein.
Publisher: DAAAM
Quelle: Ventura C: CAM and cell fate targeting: molecular and energetic insights into cell growth and differentiation. Adv Acc Publ, eCAM 2005;2(3)277-83.




