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Depot oder kurzwirksame Form

Somatostatin-Analogon: Flexibel einsetzbar

Die Therapie mit Somatostatin-Analoga lässt sich auf Grund der unterschiedlichen Darreichungsformen besser in den Tagesablauf des Patienten eingliedern. Das wirkt sich auch auf die Lebensqualität der Betroffenen positiv aus.

Heute gibt es verschiedene Anwendungsmöglichkeiten für Somatostatin-Analoga. Bei der Entwicklung neuer Darreichungsformen stand die praktische Verbesserung der Lebensqualität des Patienten immer wieder im Mittelpunkt aller Bemühungen.

Für Octreotid ist eine kurz wirksame Form verfügbar, die dreimal täglich unter die Haut gespritzt wird. Mediziner sprechen von einer subkutanen Anwendung. Bei vielen Akromegalie-Patienten, die mit Somatostatin-Analoga behandelt werden, ist die meist dreimal tägliche Selbstinjektion des Arzneimittels nach kurzer Zeit ein selbstverständlicher Teil der täglichen Routineabläufe. Dennoch empfinden viele Patienten eine ambulante Injektionstherapie - mehr als andere medikamentöse Maßnahmen - als Einschränkung ihrer Lebensqualität.

Depotformen als Alternative

Weiterhin existieren Anwendungsformen mit Langzeit-Wirkung, so genannte Depotformen. Dafür werden Somatostatin-Analoga in Mikrokapseln eines Polymers eingebaut, die im Körper nur langsam abgebaut werden und so das Somatostatin-Analogon verzögert über einen längeren Zeitraum freisetzen. Mit den Depotformen ist eine Injektion nur noch 1x monatlich notwendig. Die Anwendung wird durch einen Arzt oder medizinisches Fachpersonal durchgeführt.
Das Monatsdepot ermöglicht auch den Patienten eine Somatostatin-Analoga-Therapie, die vorher nicht bereit oder in der Lage waren, sich dreimal täglich das Medikament selbst zu injizieren. Dank eines speziellen Patientenservice können diese Injektionen seit Kurzem sogar bequem zu Hause erfolgen.

Wirkung der Depotform in Studien belegt

In einer klinischen Langzeit-Studie mit Octreotid konnten über einen Beobachtungszeitraum von 30 Monaten konstante Wirkspiegel gehalten und die Wachtumshormon-Sekretion anhaltend gesenkt werden.
Die klinischen Symptome der Akromegalie wurden durch das Monatsdepot deutlich verbessert: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwitzen, Gelenkschmerzen und Taubheitsgefühl wurden deutlich reduziert. Das Monatsdepot erwies sich als genauso gut verträglich wie die bisher dreimal täglich zu injizierende Form.


Autor: Springer Medizin
Stand: Sep 6, 2005


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