
Seltene Erkrankungen
Am 29. Februar war der Tag der seltenen Erkrankungen
Zum ersten Mal fand in Europa der Tag der seltenen Krankheit statt. Der 29. Februar 2008 stand dabei unter dem Motto Ein seltener Tag für ganz besondere Menschen".
Ziel der Veranstalter war es, das Bewusstsein für seltene Erkrankungen bei Ärzten, aber auch Politikern und Entscheidungsträgern zu wecken. So könne es gelingen, die Lebensbedingungen von Menschen, die unter einer seltenen Erkrankung leiden, zu verbessern.
Von einer seltenen Erkrankung spricht man, wenn weniger als fünf von 10.000 Menschen betroffen sind. Die Europäische Kommission beziffert die Zahl der Betroffenen EU-weit auf rund 15 Millionen Menschen, also ca. sechs Prozent der Bevölkerung. Die meisten dieser schätzungsweise 8.000 seltenen Erkrankungen sind genetisch bedingt. Aber es gehören auch einige Krebs- und Autoimmunerkrankungen dazu.
Erfreulich für die Betroffenen: Eine EU-Verordnung, die die Erforschung, Entwicklung und das Inverkehrbringen von Arzneimitteln zur Behandlung, Vorbeugung und Diagnose von seltenen Leiden fördern soll, zeigt große Erfolge. "Immer häufiger entwickeln forschende Pharmaunternehmen Präparate gegen seltene Krankheiten. Mit 13 Zulassungen für solche Präparate wurde 2007 sogar ein neuer Rekord erzielt", unterstreicht Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA)."Bis Ende 2011 wollen unsere Mitgliedsunternehmen noch 40 weitere Medikamente gegen seltene Krankheiten auf den Markt bringen. Insgesamt befinden sich sogar mehr als 400 in Entwicklung."


