Häufigkeit
Mehr Menschen als bisher angenommen leiden unter Akromegalie
Ist die Akromegalie eine unterschätzte Erkrankung? Aktuelle Studiendaten legen diesen Schluss nahe.
In Deutschland zählt die Akromegalie zu den eher seltenen Erkrankungen: Bislang waren Forscher von 60 Erkrankungsfällen bei einer Million Einwohner ausgegangen. Diese Zahl ist neueren Studiendaten zufolge aber zu niedrig. In einer aktuellen Untersuchung war die Akromegalie etwa 20-mal häufiger als bisher angenommen: Eine von 1.000 Personen litt demnach unter dieser Erkrankung. Nach diesen Ergebnissen betreut im Durchschnitt jeder Hausarzt einen Patienten mit noch nicht diagnostizierter Akromegalie", erklärt Prof. Dr. med. Günter K. Stalla, Leiter der Abteilung für Endokrinologie am Max Planck Institut für Psychiatrie, München.
Da die Erkrankung nur selten vorkommt, vergehen im Durchschnitt etwa neun Jahre, bis eine Akromegalie diagnostiziert wird. Dabei könnten einfache Fragen helfen, die Diagnose zu stellen. Beispielsweise, ob sich die Schuhgröße verändert hat, Ringe nicht mehr passen oder Kopfschmerzen und übermäßiges Schwitzen auftreten", führt Prof. Stalla weiter aus. Liegt ein erster Verdacht vor, können weitere biochemische Untersuchungen Klarheit schaffen.
Ist die Erkrankung diagnostiziert, stehen dem Arzt wirksame Therapieoptionen zur Verfügung.

