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Arztwahl

Welcher Facharzt untersucht und behandelt die Akromegalie?

Häufig haben Patienten mit Akromegalie bereits einige Ärzte konsultiert, ehe die richtige Diagnose gestellt wird. Auch ein aufmerksamer Zahnarzt kann als Erster den Verdacht auf Akromegalie äußern.

Vom Zahnarzt zum Endokrinologen

Nicht selten fallen die Veränderungen - wie vergröberte Gesichtszüge, insbesondere von Augenpartie, Nase oder Lippen – als Erstes einem Zahnarzt bei einer Routineuntersuchung auf. Bei Verdacht auf eine Akromegalie überweist er den Patienten an einen Spezialisten für Hormonerkrankungen (Endokrinologe). Dieser stellt die endgültige Diagnose und leitet die entsprechende Therapie ein.

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Probleme beim Abbeißen und Kauen, unerklärliche Gelenkbeschwerden, ein vermindertes sexuelles Interesse: Die möglichen Krankheitszeichen der Akromegalie sind vielfältig, wenig eindeutig und können in jedem Alter auftreten. Da sie sich darüber hinaus langsam entwickeln, fallen die Veränderungen zunächst nicht auf. Ihre Beschwerden führen die Patienten häufig zunächst zu einem Hausarzt oder Orthopäden sowie zum Zahnarzt und Kieferorthopäden. Die Diagnose Akromegalie erfolgt aber manchmal erst nach vielen Jahren.

Der Endokrinologe stellt die Diagnose

Doch viele Patienten haben bereits eine regelrechte Ärzte-Odyssee hinter sich, wenn bei ihnen die Diagnose Akromegalie gestellt wird. Ihre Symptome haben sie von einem Facharzt zum nächsten geführt, bis endlich ein Endokrinologe die zugrunde liegende Hormonstörung erkannt hat.

Ein auffälliges Ergebnis beim sogenannten Glukosebelastungstest (OGTT) ist ein erstes starkes Indiz auf ein Hypophysenadenom, das die Ursache für die Entstehung von Akromegalie ist. Hierbei handelt es sich um eine gutartige Geschwulst der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Mithilfe von bildgebenden Verfahren kann das Hypophysenadenom sichtbar gemacht werden. Im Anschluss an die Diagnose klärt der Endokrinologe den Patienten über die zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten auf und leitet die Behandlung ein.

Akromegalie - ein interdisziplinäres Krankheitsbild

Da die Akromegalie auf der Überproduktion des Wachstumshormons GH (Growth Hormone) beruht, ist der Endokrinologe als Facharzt für hormonell bedingte Erkrankungen der zuständige Ansprechpartner für den Patienten. Je nachdem, welche Symptome im Vordergrund stehen, arbeitet er aber eng mit Ärzten und Fachleuten aus anderen Fachrichtungen zusammen.

  • Zahnärzte: Er wird bei Zahnfehlstellungen und Problemen beim Abbeißen und Kauen hinzugezogen
  • Orthopäden: Bei Gelenkbeschwerden und eingeschränkter Beweglichkeit kann ein Orthopäde konsultiert werden
  • Internisten:Mögliche Begleiterscheinungen der Akromegalie, die einer separaten Behandlung etwa durch einen Internisten bedürfen, sind Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)


Quelle: Nach Informationen von Dietl, M. et al.: Harrisons Innere Medizin. 16. Auflage (2005); Netzwerk Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen e.V., Netzwerk Neuroendokrine Tumoren (NeT) e.V.: Patienteninformation Akromegalie (Stand 14.03.2008); Reuter, R.: Spri
Autor: Annette Mende
Stand: May 13, 2009


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