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Früherkennung

Zahnarzt kann Akromegalie erkennen

Der Zahnarzt bohrt nicht nur. Ihm kommt auch eine Schlüsselstellung in der Früherkennung von Akromegalie zu.

Der Zahnarzt, Kieferorthopäde oder -chirurg steht an vorderster Stelle in der Diagnostik dieser seltenen, aufgrund ihrer unspezifischen Symptomatik lange unentdeckt bleibenden Erkrankung. „Die typischen äußerlich sichtbaren Symptome wie Vergrößerungen von Händen und Füßen sowie vergröberte Gesichtszüge, insbesondere von Augenpartie, Nase oder Lippen, entstehen über einen längeren Zeitraum und werden daher von Patienten und Angehörigen relativ spät wahrgenommen", so Prof. Eberhard Fischer–Brandies, München, gegenüber der Deutschen Zahnarzt Woche (DZW). Typisch für die Akromegalie ist eine Vergrößerung des Unterkiefers aufgrund des Überschusses an Wachstumshormon (STH), die zu einer Fehlentwicklungen der Zähne, der Kiefer und/oder des Kausystems (Dysgnathie) führen kann.

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Nach der Einschätzung von Prof. Günter K. Stalla, Leiter der Abteilung für Endokrinologie am Max Planck Institut für Psychiatrie, München, betreut jeder Hausarzt mindestens einen Patienten mit noch nicht diagnostizierter Akromegalie. Die Wahrscheinlich sei daher hoch, dass auch Zahnärzte, Kieferorthopäden und –chirurgen häufig einen Patienten mit noch nicht diagnostizierter Akromegalie in ihrer Praxis haben. Bei Verdacht auf eine Akromegalie ist die Überweisung an einen Endokrinologen angesagt, der die endgültige Diagnose stellt und die entsprechende Therapie einleitet.


Quelle: Nach Informationen der Deutschen Zahnarzt Woche (DZW)
Autor: Wolfgang Zimmermann
Stand: May 22, 2008


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